Für folgende Aktion MSDN Blog-Parade gebe ich auch ein Statement zu meinen
Lieblings Entwickler-Tools ab. In der Regel besteht die Softwareentwicklung bei
mir Hauptsächlich aus einer Kombination vielseitiger Tools & Frameworks.
Eine Flut davon hat bereits Golo Roden unter Guide to Csharp aufgelistet. Doch
wenn sich meine Gedanken auf die Hauptsächlich genutzten Tools legt, fällt mir
bereits ein absoluter Top-Favorit ein: JetBrains ReSharper.

Warum ReSharper?
ReSharper bietet für Entwickler unzählige Vorteile. Zum
einem ist es ein mächtiges Tool für den Refactoring Prozess, wobei hier auch
der Ursprung des Namens liegt. Durch schnelle und einfache Tastenkombinationen
wird der Source-Code sauber in gut aufgebaute Methoden ausgelagert (Extendet Methods). Aber nicht nur beim
Refactoring wird hier abgeholfen, sondern beim Entwickeln denkt ReSharper
gleich mit. Durch eine kleine Glühbirne links vom Source-Code, schlägt
ReSharper bessere Schreibweisen an. Zudem werden Features aus C# 3.0/4.0
komplett ausgereizt. Wobei ich hier offenbaren muss, dass ich damit sehr viel
von ReSharper gelernt habe.
Meine bevorzugte und aus Architektursicht beste Entwicklung ist
Test-Driven Development (Testgetriebene Entwicklung). Hier wird der Test-Code
vor der eigentlichen Entwicklung geschrieben. Dabei müssen auf
nicht-existierenden Klassen und Methoden zugegriffen werden. ReSharper bietet
hierbei vollste Unterstützung, indem er diese Klassen und Methoden für den Entwickler
schnell automatisiert erzeugen kann. So braucht man am Ende nur noch die
richtige Logik Implementieren und bekommt so ein angenehmes Red – Green Feeling.

Abb.1.1. –ReSharper denkt mit!
Warum Visual Studio 2010?
Die Features von ReSharper beinhalten viele Standard
Anforderungen die eines Entwicklers. Genau das hat auch Microsoft bemerkt und bereits
in Visual Studio 2008 vieles der Features übernommen. Zum Beispiel das
auslagern von Source-Code für ein Refactoring oder das Generieren nicht
existierender Klassen und Methoden. Doch leider können diese Features nur durch
Mausklicks mühsam eingesetzt werden. Zudem bietet ReSharper eine im Detail
bessere Möglichkeit durch Intelligente Wizards.
Aus der Gerüchteküche hebt hervor, das Microsoft bereits mit
JetBrains im Gespräch war. Wobei sich leider nicht geeinigt werden konnte. Auch
ein Fehler beim Titelbild von Visual Studio 2010 Beta Website, ließ einige
Entwickler eine Kooperation erhoffen.

Abb.1.2. – Visual Studio 2010 und
ReSharper – Fehler oder Insider?
Auch wenn es nicht zu einer Kooperation gekommen ist, laut
derzeitiger Aussage von Microsoft, wird Visual Studio 2010 wieder einiges an
neuen Features von ReSharper übernehmen und gegeben falls besser darbieten. Zum
einem wäre das auch eine verbesserte Unterstützung für Test-Driven Development,
durch automatisiertes Generieren der Klassen und Methoden. Auch das Vorschlagen
und Markieren von Source-Code für Verbesserungsvorschläge wird mit Visual
Studio 2010 folgen.
Abb.1.3. – Visual Studio 2010 mit Test-Driven Development unterstützung
Abb.1.4. – Visual Studio 2010 mit Test-Driven Development unterstützung
Desweiteren wird eine komplette Unterstützung für UML
folgen. Nicht das ich UML gerne verwende oder einsetze, sondern da es immer
wieder von der Geschäftsleitung abverlangt wird. Aus mir nicht verständlichen
Gründen. UML setzen Übrigends Heute noch die wenigsten Architekten ein die ich
kenne. Viele Standards an denen es bei UML gefehlt hat waren damals auch nicht
vorhanden, womit Microsoft bis Visual Studio 2008 ihre eigene DSL hatten. Als
Beispiel wären hierbei Events zu nennen. Nicht das ich gegen eine Grafische
Dokumentation bin, zum Gegenteil! Aber es bedarf hierbei nicht an UML. Zu mindestens wird dieser mühsamen
Dokumentation durch eine vollautomatische Generierung mit Visual Studio 2010 geholfen.
Fazit
Mit ReSharper werden meine derzeitigen Anforderungen beim
Entwickeln größtenteils zufrieden gestellt. Mit den Ankündigungen der Features
von Visual Studio 2010 ist es bereits jetzt ein absoluter Favorit für mich.
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