Meine Schätze: ReSharper und Visual Studio 2010

by Gregor Biswanger 8. Mai 2009 03:43

Für folgende Aktion MSDN Blog-Parade gebe ich auch ein Statement zu meinen Lieblings Entwickler-Tools ab. In der Regel besteht die Softwareentwicklung bei mir Hauptsächlich aus einer Kombination vielseitiger Tools & Frameworks. Doch wenn sich meine Gedanken auf die Hauptsächlich genutzten Tools legt, fällt mir bereits ein absoluter Top-Favorit ein: JetBrains ReSharper.

Warum ReSharper?

ReSharper bietet für Entwickler unzählige Vorteile. Zum einem ist es ein mächtiges Tool für den Refactoring Prozess, wobei hier auch der Ursprung des Namens liegt. Durch schnelle und einfache Tastenkombinationen wird der Source-Code sauber in gut aufgebaute Methoden ausgelagert (Extendet Methods). Aber nicht nur beim Refactoring wird hier abgeholfen, sondern beim Entwickeln denkt ReSharper gleich mit. Durch eine kleine Glühbirne links vom Source-Code, schlägt ReSharper bessere Schreibweisen an. Zudem werden Features aus C# 3.0/4.0 komplett ausgereizt. Wobei ich hier offenbaren muss, dass ich damit sehr viel von ReSharper gelernt habe.

Meine bevorzugte und aus Architektursicht beste Entwicklung ist Test-Driven Development (Testgetriebene Entwicklung). Hier wird der Test-Code vor der eigentlichen Entwicklung geschrieben. Dabei müssen auf nicht-existierenden Klassen und Methoden zugegriffen werden. ReSharper bietet hierbei vollste Unterstützung, indem er diese Klassen und Methoden für den Entwickler schnell automatisiert erzeugen kann. So braucht man am Ende nur noch die richtige Logik Implementieren und bekommt so ein angenehmes Red – Green Feeling.

Abb.1.1. –ReSharper denkt mit!

 

Warum Visual Studio 2010?

Die Features von ReSharper beinhalten viele Standard Anforderungen die eines Entwicklers. Genau das hat auch Microsoft bemerkt und bereits in Visual Studio 2008 vieles der Features übernommen. Zum Beispiel das auslagern von Source-Code für ein Refactoring oder das Generieren nicht existierender Klassen und Methoden. Doch leider können diese Features nur durch Mausklicks mühsam eingesetzt werden. Zudem bietet ReSharper eine im Detail bessere Möglichkeit durch Intelligente Wizards.

Aus der Gerüchteküche hebt hervor, das Microsoft bereits mit JetBrains im Gespräch war. Wobei sich leider nicht geeinigt werden konnte. Auch ein Fehler beim Titelbild von Visual Studio 2010 Beta Website, ließ einige Entwickler eine Kooperation erhoffen.



Abb.1.2. – Visual Studio 2010 und ReSharper – Fehler oder Insider?

Auch wenn es nicht zu einer Kooperation gekommen ist, laut derzeitiger Aussage von Microsoft, wird Visual Studio 2010 wieder einiges an neuen Features von ReSharper übernehmen und gegeben falls besser darbieten. Zum einem wäre das auch eine verbesserte Unterstützung für Test-Driven Development, durch automatisiertes Generieren der Klassen und Methoden. Auch das Vorschlagen und Markieren von Source-Code für Verbesserungsvorschläge wird mit Visual Studio 2010 folgen.

Abb.1.3. – Visual Studio 2010 mit Test-Driven Development unterstützung

Abb.1.4. – Visual Studio 2010 mit Test-Driven Development unterstützung

Desweiteren wird eine komplette Unterstützung für UML folgen. Nicht das ich UML gerne verwende oder einsetze, sondern da es immer wieder von der Geschäftsleitung abverlangt wird. Aus mir nicht verständlichen Gründen. UML setzen Übrigends Heute noch die wenigsten Architekten ein die ich kenne. Viele Standards an denen es bei UML gefehlt hat waren damals auch nicht vorhanden, womit Microsoft bis Visual Studio 2008 ihre eigene DSL hatten. Als Beispiel wären hierbei Events zu nennen. Nicht das ich gegen eine Grafische Dokumentation bin, zum Gegenteil! Aber es bedarf hierbei nicht  an UML. Zu mindestens wird dieser mühsamen Dokumentation durch eine vollautomatische Generierung mit Visual Studio 2010 geholfen.

Fazit

Mit ReSharper werden meine derzeitigen Anforderungen beim Entwickeln größtenteils zufrieden gestellt. Mit den Ankündigungen der Features von Visual Studio 2010 ist es bereits jetzt ein absoluter Favorit für mich.



Wenn ihnen der Artikel gefallen hat oder er für sie hilfreich war, bitten "kicken" sie ihn.
kick it on dotnet-kicks.de

Kommentare

Powered by BlogEngine.NET 1.4.5.0
Theme by Extensive SEO

Über den Autor

Gregor Biswanger

Microsoft MVP für Client App Dev
XING

Gregor Biswanger (Microsoft MVP für Client App Dev) ist freier Consultant, Trainer, Autor und Speaker.


Seine Schwerpunkte liegen im Bereich der .NET-Architektur, agilen Prozessen und XAML. Er veröffentlichte vor kurzem seine DVD´s mit Video-Trainings zum Thema „Meine erste Windows 8 App“, „Windows Store Apps mit XAML und C#“ und „WPF 4.5 und Silverlight 5“ bei Addison-Wesley von video2brain.


Biswanger ist auch im Auftrag von Intel GmbH als Technologieberater für die Intel Developer Zone aktiv und ist Leader bei der Ingolstädter .NET Developers Group (INdotNET). 

 

Video über mich:
http://www.youtube.com/watch?v=mx_6SiiLxjk


Basta! 2011 Speaker

CLIPer

MCTS
Windows SharePoint Services 3.0 – Application Development (MCTS)