Am 19.März 2009 veröffentlichte Microsoft neben der Betaversion von
Silverlight 3, auch Expression Blend 3 in der Preview-Version (CTP). Bei
Expression Blend 3 hat sich einiges getan, was auf den ersten Blick nicht so
ersichtlich ist. Neu dabei wären zwei unterschiedliche Effekte für WPF- und
Silverlight-Anwendungen. In der „Objects and Timeline“ können beim Aufzeichnen
von Animationen diese an Controls definiert werden.
Der BlurEffect
Als Beispielanwendung wird ein neues WPF-Projekt erzeugt.
Die Größe auf 400x400 Definiert und ein Image auf die Mitte gelegt. Dann wird
unter „Objects and Timeline“ ein neues Storyboard mittels Plus-icon erstellt.
Als Name wird der Standard „Storyboad1“ belassen.

Abb.1.1. – Neues Storyboard
anlegen.
Expression Blend wechselt sofort in den Animation-Workspace.
Jetzt können Links in der Toolbox die „Asset Library“ aufgerufen werden. Zu
Beginn werden alle Standard-Controls angezeigt. Die Effekte liegen nun im
Tabulator unter „Effects“.

Abb.1.2. – Effekte auswählen in
der „Asset Library“
Für dieses Beispiel soll der BlurEffect mit gedrückter
Maustaste auf das Image Control unter „Objects and Timeline“ gezogen werden.

Abb.1.3. – Der BlurEffect für das
Image-Control
Unter dem Image-Control wird nun das Icon für den BlueEffect
angezeigt. Das wird nun zu Beginn ausgewählt und im rechten Properties-Menü
unter Miscellaneous der Radius auf 10 gesetzt. Das Image wird verschwommen und
undeutlich angezeigt. In der Timeline wird unter dem Effekt automatisch ein
Record Keyframe gesetzt.

Abb.1.4. – BlurEffect Einstellen
Dann wird ein Klick bei der Timeline auf der 2-Sekundenlinie
gesetzt und der Radius auf 0 eingestellt.

Abb.1.5. – BlurEffect Animation
erzeugen
Ein Trigger wird später für die Steuerung der Animation
benötigt. Neben dem Projekte-Fenster befindet sich das Trigger-Fenster. Ein
Trigger ist so eine Art Event, was auf bestimmte Aktionen ausgelöst werden
soll. Bei einem neuen Storyboard wird dieser automatisch auf „Window.Loaded“
(Wenn Anwendung gestartet) gesetzt.
Bei diesem Beispiel soll die Animation gestartet werden wenn
der Mauszeiger den Focus vom Bild erreicht. Dazu wird „Window.Loaded“ Markiert
und darunter bei „When Window Loaded is raised“, auf Window das Image
ausgewählt. Daneben kommt die Auswahl bei welchem Ereignis der Trigger
gestartet werden soll. Hier wird MouseEnter
für das Eintreffen der Maus verwendet. Damit der Trigger nun mit unserem
Storyboard gebunden wird, muss mittels Plus-Icon daneben „Add new action“ das
Storyboad mit der Aktion Begin gewählt werden. Bei einem kurzen Start der
Anwendung mit der Taste F5, kann der Trigger live getestet werden.
Wenn der Mauszeiger das Bild verlässt soll das Bild wieder
den ursprünglichen Zustand erhalten. Dazu wird mit + Event ein neuer Trigger
erzeugt, der auf „Image“ – „MouseLeave“ gestellt wird. Unter deren Storyboard
stellt Remove den Ursprung wieder her.

Abb.1.6. – Trigger erzeugen
Die Animation mit dem neuen Effekt wäre nun fertig. Mit ein
wenig Feintuning in der Timeline kann dies noch ein wenig verbessert werden
(z.B. 0,5 Sekunden).
Fazit
Unter Flash man erinnere sich an Swish, waren fertige
Effekt-Animationen eine große Stärke. Microsoft bietet hier direkt in der
Designer-Anwendung fertige Effekte, das sehr schön ist. Dennoch sind in der
Preview-Version nur zwei dabei, das sich mit Sicherheit noch ändern wird. Umso
spannender werden Effekte von Drittanbietern.
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