SharePoint bietet für Entwickler zahlreiche Möglichkeiten, um die Kommunikationsplattform beliebig zu erweitern. Dazu zählen relevante Technologien wie Webparts, Content Types, Dokumentenbibliotheken und vieles weitere. Die Architektur bietet zudem ein flexibles anbinden der Erweiterungen durch XML-Files.
Gleichermaßen gibt es auch für jede Technologie eine eigentümliche XML-Definition. Es muss daher für jede Definition eine Dokumentation mit deren Aufbau parat sein. Das führt dazu, dass die Entwicklung für SharePoint schleppend voran kommt. Visual Studio bietet auch nach der Installation vom SharePoint Server 2007 SDK keine Projektvorlagen an. Bekanntlich bietet Visual Studio das erstellen eigener Projekt-Vorlagen an. Das allerdings auch sehr Aufwändig ist.
Für das Problem, bietet Microsoft bereits ab Visual Studio 2005 die WSS 3.0 (Windows SharePoint Services) Extension an. Die WSS-Extension kann wie gewohnt von der Microsoft-Website heruntergeladen werden [1]. Leider gibt es die Beschränkungen auf die Betriebssysteme Windows Server 2003 und 2008 mit 32/64-BIT Unterstützung.
Nach der Installation wird eine neue Projektvorlage in Visual Studio angeboten, siehe Abb. 1. Zudem werden auch neue Items angeboten, die damit die üblichen Technologien von SharePoint decken, siehe dazu Abb. 2.

Abb.1 – SharePoint Projektvorlage in Visual Studio 2008
Abb. 2 – Neue Items-Vorlagen für eine gute SharePoint Unterstützung
Noch mehr Verstärkung!
Die WSS 3.0 – Extension bietet nicht nur vorgefertigte Templates an, sondern bietet zudem noch Erweiterungen der Entwicklungsumgebung. Damit wird zum Beispiel eine direkte Verbindung zum SharePoint das Debugging verstärkt unterstützt, womit die Arbeit um einiges leichter fällt.
Die Verbindung zum SharePoint kann unter den Projekteigenschaften beim Menüpunkt Debug vorgenommen werden. Dazu muss die URL vom SharePoint-Server unter „Start browser with URL“ eingetragen werden, siehe Abb.3.

Abb. 3 – Einstellungen für die direkte Verbindung zum SharePoint
Allerdings wird beim Debuggen nicht direkt die SharePoint-Page geöffnet, sondern die erstellte Library wird dementsprechend dem SharePoint hinzugefügt. Es können Projekte auch manuell mit einem Rechtsklick auf den Solution-Explorer (das Projektfenster) mittels „Deploy“ durchgeführt werden, siehe dazu Abb. 4.

Abb. 4 – Manuelles Hinzufügen der Librarys mittels „Deploy“ im Solution-Explorer
Was außerdem noch positiv aufgefallen ist, sind im Projektverzeichnis die zusätzlichen Installationsdateien neben den Librarys. Die Installationsdateien sind zielgerecht nach den Einstellungen auf den hauseigenen SharePoint zugeschnitten, siehe Abb.5. Das erleichtert die spätere Weitergabe an den Kunden.
Abb. 5 – Die erzeugten Setup-Dateien zur leichteren Weitergabe
Fazit
Ehrlich gesagt erwarte ich diese Features von Visual Studio als selbstverständlich. Doch muss zum Entwickeln von SharePoint-Projekten immer das SharePoint SDK installiert sein. Bereits beim SharePoint SDK hätte ich diese Extension erwartet, was leider nicht der Fall ist. Die WSS 3.0-Extension ist sehr vielversprechend und macht zum Glück das Entwickeln von SharePoint-Projekten sehr preiswert.
Links:
[1] WSS 3.0 - Extension Download
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=7BF65B28-06E2-4E87-9BAD-086E32185E68&displaylang=en
[2] WSS 3.0 – Extension Documentation
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=A8A4E775-074D-4451-BE39-459921F79787&displaylang=en
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